PETERSEN-SPEICHER
NEUSTADT IN HOLSTEIN
Im Rahmen der Neugestaltung der Hafenwestseite in Neustadt in Holstein ist die Umnutzung und Revitalisierung des Petersen-Speichers aus den Jahren 1908/1909 geplant. Das nicht unter Denkmalschutz stehende Bestandsgebäude soll in Anlehnung an das historische Erscheinungsbild saniert und kritisch rekonstruiert werden. Ziel ist die Umsetzung einer gemischten Nutzung aus Gewerbe, Wohnen und ergänzenden Funktionen. Das Gebäude soll funktional an eine neue Tiefgarage sowie die angrenzende neue Wohnbebauung angebunden werden.
Auftrag: 1-4+ / Auftraggeber: Neustadt Hafenwestseite Speicherquartier GmbH / Status: in Planung
Im Zuge der geplanten städtebaulichen Neuordnung der Hafenwestseite in Neustadt in Holstein soll der bestehende Petersen-Speicher aus den Jahren 1908/1909 umfassend umgenutzt und revitalisiert werden. Das ursprünglich als Getreide- und Umschlagspeicher errichtete Gebäude, wurde über Jahrzehnte intensiv genutzt und mehrfach technisch an die jeweiligen Anforderungen angepasst. Derzeit steht das Gebäude leer und weist einen erheblichen Instandsetzungsbedarf auf. Es besteht kein Denkmalschutzstatus, jedoch eine hohe stadträumliche Bedeutung im Hafenbereich.
Ziel der Planung ist die behutsame Transformation des Gebäudes im Sinne einer kritischen Rekonstruktion. Die äußere Erscheinung soll sich möglichst eng am historischen Vorbild orientieren, während notwendige Ergänzungen und bauliche Anpassungen in einer klar ablesbaren, zeitgenössischen Architektursprache ausgebildet werden. Dadurch entsteht ein bewusstes Zusammenspiel aus Rekonstruktion und moderner Weiterentwicklung. Das Nutzungskonzept sieht eine gemischte Struktur aus Gewerbe, Wohnen und ergänzenden Funktionen vor.
Im Bereich der ehemaligen Silostrukturen sowie der unteren Gebäudezonen sind unterschiedliche Nutzungen möglich, z.B. großzügige Gewerbeflächen mit repräsentativen Büro- und Seminarbereichen. Eine Ergänzung durch eine kleine Gastronomieeinheit als kommunikative Schnittstelle zum Hafen wäre hier vorstellbar. Gewerbliche Nutzungen werden in den angrenzenden Bereichen weitergeführt und in flexibel nutzbare Büro- und Arbeitseinheiten übergeleitet.
Darüber entwickeln sich die Wohnnutzungen des Gebäudes, die in den oberen Bereichen angeordnet sind. Es entstehen unterschiedliche Wohnungstypologien mit variierenden Grundrissen und räumlichen Qualitäten.
Ergänzend ist das Gebäude in ein übergeordnetes städtebauliches Konzept eingebunden: Im direkten Umfeld sind zwei Wohngebäude geplant, die über eine gemeinsame Tiefgarage funktional miteinander verbunden werden. Diese Tiefgarage soll den Petersen-Speicher U-förmig umschließen und ihn in die neue Quartiersstruktur integrieren. Zusätzlich wird eine direkte Anbindung des Speichers an die Tiefgarage vorgesehen.
Mit der geplanten Transformation soll der Petersen-Speicher als prägnanter Baustein der Hafenwestseite erhalten und gleichzeitig zeitgemäß weiterentwickelt werden.






